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Wohlverhaltensphase

In einem Satz: Zeitraum, in dem der Schuldner Obliegenheiten erfüllen muss, um Restschuldbefreiung zu erlangen.

So ist der Begriff definiert

Die Wohlverhaltensphase ist der Zeitraum nach der Aufhebung des eigentlichen Insolvenzverfahrens, in dem sich der Schuldner wohlverhalten und bestimmte Obliegenheiten erfüllen muss, um am Ende die Restschuldbefreiung zu erhalten. Dazu gehört insbesondere, eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben oder sich darum zu bemühen und den pfändbaren Teil des Einkommens abzuführen. Die Dauer ist gesetzlich geregelt. Verstöße gegen die Obliegenheiten können die Restschuldbefreiung gefährden.

Verwandte Begriffe

Wer die verwandten Begriffe kennt, ordnet das Insolvenzverfahren als Ganzes besser ein.

  • Restschuldbefreiung — Befreiung einer natürlichen Person von den nicht beglichenen Restschulden nach dem Verfahren.
  • Insolvenzverfahren — Gerichtliches Verfahren zur gemeinschaftlichen Befriedigung der Gläubiger eines zahlungsunfähigen oder überschuldeten Schuldners.
Kurz erklärt

Eine positive Fortführungsprognose kann trotz bilanzieller Unterdeckung die Überschuldung ausschließen.

Häufige Fragen

Was Betroffene zu diesem Thema am häufigsten fragen.

Was ist eine Eigenverwaltung?

Bei der Eigenverwaltung behält die Geschäftsleitung die Kontrolle über das Unternehmen und verwaltet das Vermögen unter Aufsicht eines Sachwalters selbst. Sie wird häufig zur Sanierung genutzt, weil das vorhandene Management sein Know-how einbringen kann.

Was ist eine Insolvenzanfechtung?

Die Insolvenzanfechtung erlaubt es dem Verwalter, bestimmte gläubigerbenachteiligende Handlungen des Schuldners aus der Zeit vor der Eröffnung rückgängig zu machen, etwa Zahlungen kurz vor der Insolvenz. Die zurückgeholten Werte erhöhen die Masse.

Was ist der Unterschied zwischen Insolvenzberater und Insolvenzverwalter?

Der Insolvenzberater wird vom Unternehmen selbst beauftragt und steht auf dessen Seite, meist vor der Antragstellung. Der Insolvenzverwalter wird vom Gericht bestellt und ist der Gesamtheit der Gläubiger verpflichtet.

Was ist ein Schutzschirmverfahren?

Das Schutzschirmverfahren ist eine besondere Form der Eigenverwaltung. Das Gericht gewährt dem Unternehmen bei drohender Zahlungsunfähigkeit in der Regel bis zu drei Monate, um unter Schutz vor Vollstreckungen einen Sanierungsplan auszuarbeiten.