Sanierung
Schnell erklärt: Maßnahmen zur Wiederherstellung der Wettbewerbs- und Ertragsfähigkeit eines Unternehmens in der Krise.
So ist der Begriff definiert
Sanierung bezeichnet die Gesamtheit der Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen in der Krise wieder wettbewerbs- und ertragsfähig gemacht werden soll. Sie kann außergerichtlich, über den StaRUG-Rahmen oder innerhalb eines Insolvenzverfahrens (etwa per Insolvenzplan, Eigenverwaltung oder übertragender Sanierung) erfolgen. Ziel ist der Erhalt des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze statt der Zerschlagung. Sanierungsberater und spezialisierte Insolvenzkanzleien begleiten diesen Prozess.
Verwandte Begriffe
Wer die verwandten Begriffe kennt, ordnet das Insolvenzverfahren als Ganzes besser ein.
- Restrukturierung — Umfassende Neuordnung eines Unternehmens in finanzieller, operativer oder rechtlicher Hinsicht.
- Übertragende Sanierung — Sanierung durch Übertragung des Unternehmens auf einen neuen Rechtsträger.
- Fortführungsprognose — Einschätzung, ob ein Unternehmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fortgeführt werden kann.
Eine positive Fortführungsprognose kann trotz bilanzieller Unterdeckung die Überschuldung ausschließen.
Häufige Fragen
Diese Fragen erreichen uns rund um das Thema besonders oft.
Was ist Insolvenzgeld?
Insolvenzgeld ist eine Leistung der Bundesagentur für Arbeit, die Arbeitnehmern den ausgefallenen Nettolohn der letzten drei Monate vor dem Insolvenzereignis ersetzt, wenn ihr Arbeitgeber insolvent wird.
Was ist die Insolvenzmasse?
Die Insolvenzmasse umfasst das gesamte pfändbare Vermögen des Schuldners bei Verfahrenseröffnung und das während des Verfahrens hinzukommt. Aus ihr werden die Verfahrenskosten und die Gläubigerforderungen befriedigt. Ihre Höhe bestimmt maßgeblich die Quote.
Was ist der Unterschied zwischen Insolvenzberater und Insolvenzverwalter?
Der Insolvenzberater wird vom Unternehmen selbst beauftragt und steht auf dessen Seite, meist vor der Antragstellung. Der Insolvenzverwalter wird vom Gericht bestellt und ist der Gesamtheit der Gläubiger verpflichtet.
Was ist Distressed M&A?
Distressed M&A bezeichnet den Kauf oder Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen aus einer Krisen- oder Insolvenzsituation heraus. Für Käufer bieten sich Chancen, für Verwalter ist es ein Weg, Werte zu erhalten und Gläubiger bestmöglich zu befriedigen.